Jean Prouvé
Gebogenes Stahlrohr, ab 1925 das Material der Avantgarde, findet Jean Prouvé geistlos. Er ist Handwerker. Ihn inspiriert »das Stahlblech, abgekantet, gestanzt, gerippt, dann geschweißt.« Marcel Breuer und Kollegen wählen damals für ihre »notwendigen Apparate des heutigen Lebens« bewusst die Maschinenästhetik. Die lehnt der französische Konstrukteur ab. Er beherrscht den Umgang mit Metall. Flugzeuge sind seine Vorbilder.
So sprechen seine Möbel eine andere Sprache, auch wenn sie für ihn »technische Ausrüstung« und für Jedermann erschwinglich sein sollen. Der Sessel »Cité«, 1930 für ein Studentenwohnheim entwickelt, tritt dynamisch und elegant auf. Der Standard-Stuhl von 1934 setzt handfeste Fakten wie die Beanspruchung der Hinterbeine in formale Qualität um.
Prouvés Tische gelten als Meisterwerke schlechthin. Lange war der Autodidakt nur Insidern bekannt, so auch sein Beitrag zum industriellen Bauen. Heute erreicht sein Werk mehr Öffentlichkeit. Auf einer Terrasse des Centre Pompidou in Paris, für dessen innovative Architektur er sich seinerzeit vehement einsetzte, steht, frisch aus dem Kongo gelandet, sein vorgefertigtes »Tropen-Haus« von 1949/1951.
Vita
• * 1901 Paris | † 1984 Nancy, Frankreich
• Lehre als Kunstschmied, Ausbildung Metallarbeit
• Gelegentliche Zusammenarbeit mit Le Corbusier, Perriand, Mallet-Stevens
• Arbeitsbereiche: Architektur, Innenarchitektur, Möbel-, Leuchten- und Produktdesign, Herstellung von Bau-Fertigteilen und Möbeln
Sessel Cité, Design Jean Prouvé, © www.vitra.com
«Jedem zu schaffenden Gegenstand muss eine konstruktive Idee zugrunde liegen.»
Jean Prouvé
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