Verner Panton – der Däne, der die Wohnwelt in Farbe tauchte
Verner Panton studierte Architektur an der Königlichen Kunstakademie in Kopenhagen, arbeitete kurz im Büro von Arne Jacobsen und brach dann bewusst mit allem, was der skandinavische Designkanon zu bieten hatte. Wo seine Kollegen auf Holz, Handwerk und Zurückhaltung setzten, interessierten Panton Kunststoff, Farbe und die Frage, wie Räume auf Menschen wirken – nicht bloß, wie sie aussehen.
Anfang der 1960er-Jahre zog er in die Schweiz, wo die enge Zusammenarbeit mit dem Möbelhersteller Vitra begann. Es folgten Jahrzehnte voller Entwürfe, die Möbel, Leuchten, Textilien und ganze Rauminstallationen umfassten. Panton verstand Gestaltung als Gesamterlebnis – jedes Objekt war Teil einer größeren räumlichen Idee.
Bis zu seinem Tod im September 1998 hat er über 25 Leuchtenentwürfe, Dutzende Möbel und zahlreiche Raumkonzepte hinterlassen. Was bleibt, ist kein Museum, sondern eine lebendige Sammlung von Klassikern, die heute von einigen der bekanntesten Hersteller der Welt produziert werden.
„Der wichtigste Aspekt meiner Arbeit ist es, Menschen dazu zu bringen, ihre Fantasie zu benutzen."
Vitra – die Zusammenarbeit, die alles veränderte
Keine Partnerschaft hat das Werk Verner Pantons so geprägt wie die mit Vitra. Die Idee, einen Stuhl aus einem einzigen Stück Kunststoff zu formen – ohne Beine, ohne Verbindungsstellen, als skulpturaler Freischwinger – beschäftigte Panton seit Mitte der 1950er-Jahre. Erst gemeinsam mit Vitra gelang 1967 die Serienproduktion: der Panton Chair, weltweit erster Freischwinger aus einem Stück Kunststoff. Eines der ersten Exemplare gelangte direkt in die Sammlung des Museum of Modern Art in New York.
Louis Poulsen – wenn Licht zur Form wird
Panton betrachtete Licht nicht als Beiwerk, sondern als gestalterisches Material. Diese Überzeugung führte 1971 zur Panthella, entstanden in enger Zusammenarbeit mit dem dänischen Leuchtenhersteller Louis Poulsen. Panton wollte eine Leuchte, bei der nicht nur der Schirm, sondern auch der trompetenförmige Fuß als Reflektor dient – und so vollständig blendfreies Licht erzeugt. Das Ergebnis ist eine organische Form, die Räume nicht nur erhellt, sondern verwandelt.
Zum 100. Geburtstag bringt Louis Poulsen die Panthella als „The Originals Collection" zurück – in den fünf ursprünglichen Farben und mit Chromgestell, wie Panton sie 1971 konzipiert hatte.
Montana – modulares Denken in Draht und Farbe
Die Verbindung zwischen Panton und Montana ist persönlicher Natur: Montana-Gründer Peter J. Lassen und Panton verband eine langjährige Freundschaft, aus der mehrere gemeinsame Entwürfe entstanden. Das verbindende Prinzip: modulares Denken – Systeme, die sich dem Raum anpassen, statt ihn zu definieren.
&tradition – Licht mit Haltung
Der dänische Hersteller &tradition produziert zwei der populärsten Leuchtenentwürfe Verner Pantons: Flowerpot und Topan. Beide entstanden in den späten 1950er und 1960er Jahren – und beide haben seither nichts von ihrer Energie verloren.
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